Schriftzug Musiksommer

Die Künstlerinnen und Künstler
des 19. Markranstädter Musiksommers

 

Orchester des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V.

Orchester des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V. beim Abschlusskonzert 2013 (Foto: Ursula Drechsel)
Das Orchester des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V. beim Abschlusskonzert 2013 (Foto: Ursula Drechsel)

 

Das Orchester ist eines der traditionsreichsten Liebhaberorchester in Leipzig. Das Leipziger Musikleben war insbesondere im 19. Jahrhundert deutschlandweit richtungsweisend. Gestaltet wurde es durch zwei hier ansässige Orchester, deren Namen und Spielstätte in der Legende jedes Stadtplans vermerkt wurden:
Das seit 1743 bestehende Gewandhausorchester und die 1824 gegründete Euterpe, dem Vorgänger des Sinfonischen Musikvereins, deren Name insbesondere in der jüngeren Geschichte noch mehrmalige Änderung erfahren sollte. Die Euterpe setzte sich zunächst aus musikausübenden Dilettanten im besten Wortsinne zusammen mit dem Ziel zum eigenen künstlerischen Gewinn Orchesterwerke ohne öffentliche Aufführung einzustudieren. Doch bald wuchs der Zustrom Gleichgesinnter zum Verein. Dies ermöglichte die Einstudierung auch größer besetzter Werke und so steigerten sich die musikalischen Leistungen des Laienorchesters beachtlich. Inzwischen gab es namhafte Künstler im Verein und der Ruf nach öffentlichen Aufführungen wurde immer lauter, die dann auch an verschiedenen Orten in Leipzig folgten.
1838 nahm man Dr. Mendelssohn und Robert Schumann in den Kreis der Ehrenmitglieder auf.
1923 erfolgte durch den Zusammenschluss des „Leipziger Orchestervereins“ mit dem „Orchester Leipziger Gemeindebeamter“ die Gründung der „Musikalischen Vereinigung Leipzig“. Am 1. Mai 1953, nach Auflösung aller Musikvereine, kam es zum Anschluss an das „Große Orchester im Leipziger Volkskunstensemble Deutsch-Sowjetische Freundschaft“.
Nach der Wende, am 15. Mai 1990, gründeten die Orchestermitglieder den „Sinfonischen Musikverein Leipzig e. V.“, der dann 1991 auch Gründungsmitglied des Landesverbandes Sächsischer Liebhaberorchester war. Seit 1994 steht das Orchester unter der engagierten Leitung von Frank Lehmann, dem Kantor der St. Laurentiuskirche in Markranstädt und so sind einige Orchesterkonzerte in das Programm des Markranstädter Musiksommers eingebunden.
Das Repertoire umfasst sowohl klassische Orchestermusik als auch zeitgenössische Stücke, die in mehreren Konzerten jährlich zur Aufführung gelangen.
Neben namhaften Interpreten wie z. B. Rolf-Dieter Arens, wird auch jungen Talenten der Musikhochschule und Musikschule die Möglichkeit gegeben, sich einem fachkundigen Publikum vorzustellen und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einem Orchester zu gewinnen. Auch international renommierte Interpreten bereichern die Auftritte des Orchesters.

Quelle: Sinfonischer Musikverein Leipzig

 

 
Frank Lehmann - Foto: Th. Ufert, Leipzig

Frank Lehmann

wurde 1970 in Leipzig geboren und erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Klavierunterricht an der Leipziger Bezirksmusikschule.
Mit 15 Jahren erlernte er autodidaktisch das Orgelspiel.

Bei einer namhaften Leipziger Firma absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Klavierfacharbeiter, bevor er nach einigen Jahren der Berufstätigkeit an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Kirchenmusik und Orgel studierte.
Zu seinen Lehrern gehörten hier u. a. die Professoren Hannes Kästner, Arvid Gast, Thomaskantor Georg Christoph Biller und Dietmar Nawroth. Bereits 1994 übernahm der damalige Kirchenmusikstudent Frank Lehmann als Nachfolger von Musikdirektor Rainer Kluge die künstlerische Leitung des Sinfonischen Musikvereins Leipzig e. V. und führte das Orchester zu einer regen öffentlichen Konzerttätigkeit.
Nach Beendigung seines Studiums war er als freiberuflicher Dirigent, Organist und Chorleiter tätig, ehe er im November 2000 Kantor an der St. Laurentiuskirche Markranstädt wurde.
Hier initiierte er den „Markranstädter Musiksommer“, der jährlich mit etwa sieben Konzerten unterschiedlicher Genres (Orgel- und Orchesterkonzerte, Kammermusik und 2005 erstmals auch Oper) in der St. Laurentiuskirche durchgeführt wurde.
Namhafte Solisten, wie die Professoren Rolf-Dieter Arens, Gerhard Erber, Arvid Gast, Matthias Eisenberg, Wolfgang Seifen, UMD David Timm, Kammersänger Martin Petzold und Anne-Marie Seager von der Oper Leipzig, das Blechbläserensemble „Opus 4“, aber auch Studierende der Musikhochschulen Leipzig und Weimar begeisterten dabei ihr Publikum.

 

MDR Kinderchor

MDR Kinderchor (Foto: MDR, Andreas Lander)
Foto: MDR, Andreas Lander

Der einzige Kinderchor der ARD ist zu Hause im Herzen Mitteldeutschlands und bietet mittlerweile etwa 180 jungen Sängerinnen und Sängern eine musikalische Heimat. In den Probenräumen am Leipziger Augustusplatz erhalten die verschiedenen Chorgruppen, die sich in ihrer Kinderchor-Zeit ein Repertoire von Gregorianik bis Jazz aneignen, eine umfassende sängerische und chorische Ausbildung.
Die musikalische Förderung im Chor umfasst neben regelmäßigen Proben in verschiedenen Alters- und Leistungsstufen auch Stimmbildung und Musiktheorie. Oft werden die Kinder schon im Alter von drei Jahren in den Vorchor aufgenommen und bleiben dem Konzertchor bis zum Schulabschluss erhalten. Dabei wird auch den Jungen die Möglichkeit gegeben, nach dem Stimmwechsel weiter im Chor zu singen. Das vielfältige Repertoire des Chores umfasst Kinderlieder, anspruchsvolle A-cappella-Musik und Uraufführungen ebenso wie chorsinfonische Werke (Berlioz’ «La damnation de Faust» 2013, Rudolf Tobias’ «Des Jona Sendung» 2015, Georges Bizets «Carmen» und Terry Rileys «In C» 2017) oder Crossover-Projekte («Kinder der Freiheit» mit Polarkreis 18 oder gemeinsame Auftritte mit Dieter "Maschine" Birr von den Puhdys).
Neben regelmäßigen Konzerten überall in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stehen auch immer wieder Radio- und Fernsehproduktionen sowie CD-Aufnahmen auf dem Programm, zuletzt von Josef Achtéliks musikalischem Märchenspiel «Peterchens Mondfahrt» und von Hans Sandigs «Besuch im Zoo».
Gegründet 1948 von Hans Sandig, beging der MDR-Kinderchor mit einem großen Festkonzert im März 2018 seinen 70. Geburtstag. Nachdem von 1990 bis 2011 Gunter Berger erfolgreich den Takt angab, stand in den folgenden sechs Jahren Ulrich Kaiser am Pult. Im Januar 2018 übernahm Alexander Schmitt mit neuen Impulsen die künstlerische Leitung des MDR-Kinderchors.
Internationale Tourneen führten die jungen Sängerinnen und Sänger zu Konzerten, Schulprojekten und Workshops in die Schweiz, die USA, nach Australien, Polen, Katar und zuletzt nach Tschechien.
Zwei Preise beim Internationalen Chorwettbewerb in Verona haben die Qualität der Musikausbildung beim MDR eindrucksvoll bestätigt.

Alexander Schmitt (Foto: MDR, Andreas Lander)
Foto: MDR, Andreas Lander

Alexander Schmitt

Der vielseitig versierte Chordirigent, Gesangspädagoge und Sänger Alexander Schmitt ist seit Januar 2018 der Künstlerische Leiter des MDR-Kinderchors.
Alexander Schmitt erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren bei den Limburger Domsingknaben. Er absolvierte umfangreiche Studien in den Bereichen Musik- und Gesangspädagogik, Gesang, Chorleitung und Germanistik an der Universität zu Köln, der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Er war musikalischer Assistent des Domkapellmeisters der Kölner Dommusik, unterrichtete Grundschulklassen im Rahmen der Projekte «Jedem Kind seine Stimme» sowie «JeKits» und war als Stimmbildner des Aalto Kinderchores für die stimmliche Ausbildung des Kinderchores und der Kindersolisten des Essener Opernhauses mitverantwortlich.
Seit 2008 arbeitete Alexander Schmitt beim Collegium musicum der Universität zu Köln als Assistent des Universitätsmusikdirektors. Neben der Betreuung der bestehenden Universitätschöre gründete er ein Vokalensemble und 2012 einen Kinderchor. Mit diesem erarbeitete er Musik unterschiedlichster Genres von Gregorianik, Chorsinfonik, Uraufführungen moderner Musik, Volkslied, Hip-Hop bis hin zu Musiktheater. Darüber hinaus arbeitete er mit zahlreichen weiteren Chören in Nordrhein-Westfalen und konzertiert als Lied-, Oratorien- und Ensemblesänger.
Seit Januar 2018 bestimmt Alexander Schmitt in der Nachfolge von Ulrich Kaiser die künstlerischen Geschicke des MDR-Kinderchors. Dabei liegt ihm die Beschäftigung mit einem breit gefächerten Repertoire ebenso am Herzen wie die Musikvermittlung und die Schaffung neuer Radio- und Fernsehformate für den einzigen Kinderchor der ARD.

 

 

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